4scotty Blog

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Das große Versprechen und die Realität von HackerX

Ein Erfahrungsbericht von CTO Enrico Foschi

TL;DR; die Idee hinter dem Event ist gut, aber die Organisation und der Service muss sich drastisch verbessern. Der Spieß muss umgedreht werden, der Fokus vermehrt auf den IT-Talenten und weniger auf den Arbeitgebern liegen. So wie es aktuell abläuft, empfinde ich Meetups oder Standard-Networking-Events als geeigneter, um die Menschen kennen zulernen die mich wirklich interessieren.

Das Event & der Veranstaltungsort

Egal welches Event in Berlin Arbeitgeber und Jobsuchende zusammenbringt – ihr könnt auf mich zählen. Recruitment Speed Dating? An einem Abend 25+ Menschen treffen? Genial!

Das ist das Stimmung, die ich mit zum HackerX nahm. Einem Event, das eine Art Speed-Dating organisiert, zwischen Arbeitgebern und IT-Talenten, die nach neuen Möglichkeiten suchen. Kaum war ich angekommen, gaben mir die Organisatoren ein Abzeichen und brachten mich zu meinem Tisch (an dem ich um die 20 Entwickler treffen würde, um mit ihnen jeweils 5 Minuten zu verbringen).

Pizza, Soft Drinks und Kaffee wurden auf Startup-weise serviert. Was heißt, dass wir uns unsere eigenen Stücke aus der Box heraus schnitten, mit diesem heimeligen Gefühl, welches man normalerweise hat, wenn man mit den richtigen Leuten zusammen arbeitet.

Dummerweise wurde es ab dem Moment frustrierend, als 2 Sponsoren begannen ihre Produkte zu präsentieren (für 15-20 Minuten). Für manche waren die Präsentationen vielleicht interessant, aber für die meisten von uns nicht. Nachdem wir ziemlich teure Tickets für das Event gekauft haben, fühlte es sich einfach nicht fair an, sich die Präsentationen anhören zu müssen, nur weil Irgendjemand noch mehr Geld ausgegeben hat. Ich würde vorschlagen, so etwas in einem separaten Raum abzuhalten. Auf diese Weise können die Redner ihre Produkte Menschen präsentieren, die wirklich Interesse haben. Dann können sich die Redner auch etwas mehr Zeit lassen und – warum nicht? – sich mit dem Publikum austauschen.

Speed Dating

Mit dem Speed-Dating legten wir gleich nach den Präsentationen los. Und hier kam es dann zum größten Fehler, der nicht nur mich, sondern die meisten mit denen ich mich unterhielt, absolut frustrierte: Obwohl die Organisatoren vorab wussten, nach welchen Positionen wir suchen und welche Fähigkeiten die Teilnehmer haben, war es ein Standard-Dating. Die Jobsuchenden hatten einen Ausdruck mit der Liste der Unternehmen und einer genauen Beschreibung. Manche wussten sogar mit wem sie gerne reden wollten. Der Rest hatte keine Ahnung.

Timer

Ich war vor allem daran interessiert Fullstack- und Frontend-Developer zu treffen. Es blieb allerdings nur Zeit für die Hälfte der anwesenden Jobsuchenden und zwar die nicht passende Hälfte. Ich habe zahlreiche Data Scientists, API-Developers und Backend-Developers getroffen und nur 1 von 15 passte wirklich zu der offenen Position. Am Ende des Speed-Datings fand ich heraus, dass ich ein gutes Bündel von Jobsuchenden verpasst habe, die dummerweise eine sehr viel bessere Besetzung für die Position gewesen wären.

Mein Vorschlag: Liebe Veranstalter, teilt den Raum thematisch nach den Positionen, die die Unternehmen zu besetzen haben. Zum Beispiel Links: Frontend, Fullstack – Rechts: Backend, Data Scientists. Natürlich ist das nur ein Beispiel und der Lageplan sollte zu den gemeinsamen Nennern der Unternehmen passen.

Der Raum war ziemlich klein und vollgepackt, und manche Redner hatten ein sehr kräftiges Organ. Einige, mich eingeschlossen, saßen direkt unterhalb von ihnen, was nicht besonders angenehm war. Allerdings habe ich auch nichts zu den Veranstaltern gesagt – Ich bin mir sicher, sie hätten sich ansonsten etwas einfallen lassen.

Das bedeutet Stress

5 Minuten sind eine wirklich kurze Zeit um einander kennen zu lernen. Und es wurde nicht besser, durch die Hektik, die die Veranstalter erzeugten. Sie hielten die Leute immer wieder dazu an, weiter von Tisch zu Tisch zu wandern. Es ist einfach nicht besonders angenehm jedes Mal unterbrochen zu werden, wenn man gerade mit jemandem spricht. Weder wenn man dabei ist sein Unternehmen vorzustellen oder sich selbst als einen möglichen Mitarbeiter. Die ersten 5 bis 6 Kandidaten waren noch recht frisch, aber der zweiten Hälfte konnte man den Stress bereits deutlich anmerken. Manche haben sich ernsthaft gefragt, warum sie überhaupt da waren.

Aber um fair zu bleiben: So sind die Regeln. Und die kannte jeder.

HackerX hat einen elementaren Fehler gemacht

Der größte Fehler, den HackerX gemacht hat, begann schon bei der Kernentscheidung.

Der Aufbau erinnerte stark an das “Bachelor” Spiel, wo IT-Experten alles tun was sie können, um das Unternehmen in 5 Minuten für sich zu gewinnen.

In unserer heutigen Welt, das haben wir bei 4scotty verstanden, müssen die Seiten gewechselt werden. Es sollten die Unternehmen sein, die für die IT-Experten pitchen und versuchen, sie in 5 Minuten zu gewinnen. Unternehmen verstehen das allmählich auch. Das merkt man daran, dass sie bereit sind eine Plattform zu nutzen, auf der sie miteinander um die besten Entwickler wetteifern.

Außerdem wäre es wirklich schön, ein bisschen mehr Gleichberechtigung zu sehen: Eine Frau unter 25 bis 30 Teilnehmern, die nach einem IT-Job suchen, ist einfach nicht genug. Es gibt sehr viele Communities, in denen das Event promotet werden kann, um mehr Frauen zu gewinnen. In Berlin fallen mir spontan die Berlin Geekettes ein.

Zum Schluss

Persönlich bin ich der Meinung, dass jede andere Form von Networking Event (ein Meetup, After Work Bier) die Dinge sehr viel einfacher und vor allem weniger stressig machen würde. Ich werde jedenfalls an keinem weiteren HackerX-Event teilnehmen. Ich werde vielmehr vermehrt zu It-Meetups gehen, die thematisch zu unserem Unternehmen passen (Meteor Meetup, node.js Meetup), mich dort mit den Teilnehmern austauschen und mir alle Zeit lassen, die ich brauche, um mit ihnen zu reden und mein Unternehmen angemessen vorzustellen.

Der Original-Artikel erschien hier.

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The Promise and the Reality: HackerX Berlin

TL;DR; the idea behind the event is good, but the organization and services to employers need to improve drastically. The tables must be turned and they need to focus more on tech talents rather than on employers. The way it is now, I feel a meetup or standard networking events is more suited to connect with people you are actually interested in.

less time hacker x Berlin 2015

The Event & the Venue

If there is any event in Berlin that connects employers and people looking for new job opportunities, then count me in (usually on the employer side ^^). Recruitment speed dating? Meeting 25+ people in an evening? Awesome!

This is the spirit I took with me at HackerX, an event that organizes some form of speed dating between employers and tech talents looking for a new opportunity. As soon as I arrived, the staff assigned me a badge and kindly welcomed me to my table (where I would meet about 20 developers and spend 5 minutes with each one of them).

Pizza, soft drinks and coffee where kindly provided (the startup way — you had to cut your own slice out of the box, giving you that homeish feeling you usually get when you work with the right people).

Unfortunately the frustration started when we had 2 sponsor presenting their product (for approx 15–20mins). The presentation could have been interesting to some, but not to most of us employers. After paying an hefty ticket for the event, we didn’t feel it was fair to force us to go through that as well only because somebody else paid a bigger price. As a suggestion for the organizers, I would rather organize it in a separate room: this way the presenters can actually present to people who volunteered to watch it, make it longer and why not, engage with the audience.

Speed Dating

The speed dating started right after the presentation. Here, the biggest mistake that ended up frustrating me and most employers I talked to. Even though the organizers knew what type of roles we were looking for and also each attendee’s skills, the dating was pretty much random. The job seekers had a print-out with a list of companies and a brief description, and some of them knew who they wanted to talk to. But for the majority, it was pretty much a random dating.

We were open to connect with mainly fullstack and frontend developers, but ended up meeting half of the job seekers and not the matching half. I met a number of data scientists, api developers, backend developers and only 1 out of 15 was actually a fair fit to the position. When the speed dating ended, I discovered that I missed a good bunch of job seekers that unfortunately would have been a much better match for our company.

Suggestion: divide the room by the type of positions companies are trying to fill, e.g. right: frontend, fullstack — left: backend, data scientists. Of course this is just an example and the floor plan should be matching employers’ common denominators.

The room was fairly small and packed, but it had speakers set to high volume. Myself and other employers were sitting right below them, and it wasn’t that pleasant. To be fair though, I didn’t make any note about this to the organizer — as I am sure they would have done something about it. They all were very kind and open to a dialog.

The Stress that Comes With It

5 minutes is really a short time to get to know somebody, and the rush that came with the organizers to push people to move from table to table made the whole thing quite stressing: it’s not great to be interrupted every time you are talking to somebody. Whether you are selling the company or yourself as a possible employee. The first 5–6 candidates were pretty fresh, but the good second half were already visibly stressed and some were wondering why they were there.

But fair enough, these are the rules and they were very clear.

HackerX Just Got It Very Wrong

THE biggest mistake HackerX makes though is at its core.

The setup makes it almost like his “Bachelor” game where tech professionals have to do everything they can in 5 minutes to win the company.

In today’s word, something we really understand at 4scotty, the tables must be turned. It should be the companies that have to pitch to tech talents and win them in 5 minutes. Companies also are getting this know, where they are willing to use platform that allow them to bid and compete between themselves to get the best developers.

Also, it would be nice to see a bit more gender diversity in the event. 1 woman out of 25–30 people looking for a tech job it’s just not acceptable. There are many communities where the event could be promoted to attract more women. In Berlin, I can think of Berlin Geekettes and many others.

In Conclusion

Personally, I feel that any other type of networking event (a meetup, a free beer after work, …) would make things much easier and way less stressful. I will not be attending another HackerX event. What I’ll rather do is to go to some meetup focused on tech topics we are into (e.g. Meteor meetup, node.js meetup), network with the participants and take all the time it takes to talk to them, present them my company in a proper way and then eventually follow up.

Written by Enrico Foschi and published here.

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