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Das Berufsbild des Fachinformatikers und seine Perspektiven

Gastbeitrag von Maximilian Fischer (freier Redakteur)

Die IT-Branche verzeichnet ein kontinuierliches Wachstum: Im Jahr 1969 kam es erstmals zur Anerkennung des Berufs des Datenverarbeitungskaufmanns. 1997 trat eine Ausbildungsordnung über die Berufsausbildung im Bereich der Informations- und Telekommunikationstechnik in Kraft. Damit kam es zur Anerkennung von insgesamt vier neuen IT-Berufen, unter anderem dem Fachinformatiker für Systemintegration. Laut dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (Bitkom) beschäftigte die Branche bis zum Ende des Jahres 2015 bereits über eine Million Menschen. Nahezu jedes Unternehmen nutzt inzwischen hochmoderne Informationstechnologien und bietet damit Arbeitsplätze für entsprechende Fachkräfte – Tendenz steigend. Nicht umsonst ist der Ausbildungsberuf bei jungen Menschen derart beliebt und in der Fachwelt angesehen.

Der Weg zum Fachinformatiker

Die Ausbildung im dualen System

Die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration umfasst insgesamt 3 Jahre und endet mit einer in Deutschland staatlich anerkannten Berufsausbildung in Industrie und Handel. Daneben kann sie auch im Handwerk stattfinden. Mögliche Ausbildungsstätte sind Unternehmen in den unterschiedlichsten Wirtschaftsbereichen sowie in der öffentlichen Verwaltung. Ausgebildet werden Fachinformatiker im Bereich der IT in Form eines dualen Systems. Das bedeutet, dass die Ausbildungsinhalte zu einem Teil während eines theoretischen Unterrichts an einer Berufsschule vermittelt werden. Zusätzlich verbringen die Auszubildenden ebenso Zeit in einem Betrieb, in dem sie sich Fachwissen aneignen.

 

Die schulische Ausbildung im Überblick:

  • Mindestens empfohlener Schulabschluss: Mittlere Reife (besser: Fachabitur)
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Arbeitszeit: werktags, exakte Einteilung abhängig vom Betrieb
  • Berufsschulunterricht an bestimmten Wochentagen oder in Blockform

Was müssen Fachinformatiker lernen – Die Ausbildungsinhalte

Während der Ausbildung beschäftigen sich Absolventen beispielsweise damit, wie man Systemlösungen herstellt und betreut. Zu einem wichtigen Inhalt gehört ebenso fachliches Englisch, weil es für Informatiker während ihrer späteren beruflichen Tätigkeit unerlässlich ist, Betriebsanleitungen auf Englisch zu lesen und diese verstehen zu können. Je nachdem, in welcher Branche sie tätig sind, müssen sie außerdem mit englischsprachigen Kunden kommunizieren können. Neben der Entwicklung sowie Bereitstellung von Anwendungssystemen verfügen sie nach drei Jahren zudem über ein ausreichendes Hintergrundwissen bezüglich informations- und telekommunikationstechnischer Produkte und Märkte. Um Kunden gegenüber professionell auftreten zu können, werden sie außerdem in Markt- und Kundenbeziehungen geschult.

Was machen Fachinformatiker nach der Ausbildung – die Perspektiven

Fachinformatiker für Systemintegration sind nach der Ausbildung für die Planung und Konfigurierung von IT-Systemen zuständig. Sie verstehen sich als Dienstleister, die diese Systeme entweder im eigenen Betrieb oder bei einem Kunden fachmännisch einrichten sowie verwalten. Bei auftauchenden Anwendungs- und Systemfehlern finden sie die Ursache und verfügen über das nötige Know-how, diese zu beheben. Zu einem ihrer weiteren Tätigkeitsfelder gehört die Beratung und Schulung von Kunden und Mitarbeitern.

Typische Arbeitsbereiche für den Fachinformatiker sind in nahezu allen Branchen anzutreffen. Oft arbeiten sie in Betrieben, die eine eigene IT-Abteilung im Haus haben. Fachinformatiker sind jedoch auch in Betrieben zu finden, in denen nicht jeder mit ihnen rechnet:

  • Absolventen, die neben der IT im Bereich der Buchhaltung versiert sind, haben z.B. die Möglichkeit, eine Anstellung bei dem Hersteller für Anwendungssoftware Lexware zu finden.
  • Modebewusste können ihr Talent hingegen für den Bekleidungshersteller Oliver einsetzen.
  • Wer in der Lebensmittel-Branche mit seinem IT-Fachwissen unterstützen möchte, ist wiederum bei ALDI SÜD an der passenden Stelle.
  • Sehr gut kombinieren lässt sich das technische Know-how eines Fachinformatikers mit den Anforderungen in Betrieben der Luft- und Antriebstechnik, so zum Beispiel des Technologieunternehmens ebmpapst.

Fazit

Die Einsatzgebiete von Fachinformatikern für Systemintegration sind zahlreich und vielfältig. Ihr Fachwissen ist in Betrieben nahezu aller Wirtschaftsbereiche gefragt. In erster Linie sind sie dabei in Büroräumen an Computern aktiv. Für Abwechslung sorgen in diesem Beruf jedoch Besuche bei Kunden vor Ort, wo Fachinformatiker der beratenden Tätigkeit nachgehen. Insofern bringt diese Ausbildung eine spannende und abwechslungsreiche berufliche Tätigkeit mit sich.

 

 

 

 

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