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Die 5 besten Städte für Programmierer in Europa

Städte, in denen sich massenweise innovative Tech-Unternehmen ansiedeln, sind für Entwickler besonders interessante Standorte. Die Wahrscheinlichkeit, einen gut bezahlten Job in einem interessanten Umfeld zu ergattern sind groß und auch ein Wechsel zu einem anderen Unternehmen fällt dann besonders leicht. Wenn dann auch noch ein hoher Lebensstandard und gute Verdienstmöglichkeiten geboten werden, könnten Entwicklerträume wahr werden. Wie zum Beispiel in diesen 5 Städten:

1. London

Big Ben and Westminster Bridge at dusk, London, UK In London sitzen die meisten Startups, hier gibt es zahlreiche Tech-Unternehmen und die Firmen sind internationalen Kollegen gegenüber aufgeschlossen. Was gerade London für Startups so anziehend macht? Unter anderem lockt die sehr aktive und investierfreudige VC- und Business-Angel-Szene. Im Jahr 2015 wurden in der britischen Hauptstadt bei 132 Finanzierungsrunden gut 1,7 Milliarden Euro an Risikokapitalinvestitionen eingenommen. Vor allem FinTech-Unternehmen sind in London stark vertreten, wegen der zentralen Position der Stadt als europäisches Finanzzentrum. Allerdings sind in London die Lebenshaltungskosten vergleichsweise hoch. Auch wenn hier viel Kapital bewegt wird, sollte man diesen Faktor beachten, wenn man gerne als Entwickler in London anfangen möchte.

2. Stockholm

Scenic summer night panorama of the Old Town (Gamla Stan) architecture in Stockholm, Sweden Im Jahr 2015 wurden in Stockholm Startups von Investoren mit 992 Millionen Euro an frischem Kapital versorgt. Dieses wurde bei insgesamt 25 Finanzierungsrunden erzielt. Ebenfalls eine beachtliche Summe. Außerdem punktet Stockholm durch seine internationale Ausrichtung. Hier gegründete Web-Unternehmen, wie zum Beispiel Klarna, Spotify und Truecaller, haben schnell internationale Märkte erobert. Stockholm hat zahlreiche Stärken: Top-Universitäten, Erfindergeist und Innovationsfreude, eine ausgezeichnete digitale Infrastruktur, eine hohe Bereitschaft, unternehmerische Risiken einzugehen, sowie geringe bürokratische Hürden. Allerdings sind die Lebenshaltungskosten in Schweden ebenfalls sehr hoch und der Druck auf den Wohnungsmarkt steigt. Interessierte Bewerber profitieren in Stockholm jedoch von der speziellen Gesetzeslage, die darauf abzielt, Mitarbeiter längerfristig an Unternehmen zu binden.

3. Amsterdam

Amsterdam

Ähnlich wie Stockholm ist auch Amsterdam von Beginn an sehr international ausgerichtet gewesen. Hier gegründeten Startups fällt die schnelle Expansion deshalb nicht schwer. Auch verfügt die Stadt über zahlreiche Coworking-Spaces und unterstützt gründungswillige Unternehmer mit starken Netzwerken. Die Niederlande gehören zu den 5 europäischen Ländern mit dem besten Investitionsklima. Rund 100 Start-up-Inkubatoren, mehr als 100 Investoren und zahlreiche Business Angels sorgen in der Start-up-Szene für Aufwind. Und auch die niederländische Regierung ist langsam auf den richtigen Trichter gekommen: Seit Februar letzten Jahres ist Amsterdam Europas erste „Sharing City“, unterstützt von der Tech- und Internet-Branche.

Außerdem punktet Amsterdam mit seinem ganz besonderen Flair und sehr guten Lebenshaltungskosten.

4. Paris

Panorama of Paris at sunset Noch hört man nicht viel von Paris in der Tech- und Startup-Szene, da hier bislang vornehmlich nationale Unternehmen angesiedelt sind. Aber langsam öffnet sich die Stadt der Liebe auch internationalen Unternehmen und sollte nicht unterschätzt werden. Ähnlich wie in Berlin ist die Szene noch relativ jung, aber stetig wachsend. Außerdem haben Frauen einen wesentlich größeren Anteil an Tech-Gründungen als in anderen Städten. Einige der französischen Startups, wie zum Beispiel BlaBlaCar und Leetchi, sind längst zu international erfolgreichen Firmen herangewachsen. Pariser Startups erhielten im vergangenen Jahr 687 Millionen Euro an Venture-Capital-Investitionen. Es wurden insgesamt 94 Finanzierungsrunden gezählt. Und so steigt auch das Interesse an qualifizierten Entwicklern. Und wer möchte nicht gerne in dieser wunderschönen Stadt leben und arbeiten?

Und ganz etwas Besonderes für jeden Tech-Junkie: Der Milliardär Xavier Niel hat im Sommer 2013 die Ecole 42 gegründet – eine innovative Hochschule für Entwickler und Programmierer, deren Konzept im krassen Gegensatz zu französischen Eliteschulen steht. Denn an der Ecole 42 kann sich jeder bewerben, sogar ohne Schulabschluss. Wer die Aufnahmeprüfung schafft, absolviert seine Ausbildung nach dem Motto: Learning by Doing. Gestellt wird die moderne Infrastruktur, sowie ein Intranet, das aktuelle Aufgaben enthält. Es gibt keine Vorlesungen, keine Professoren, keine Noten und geöffnet ist die Hochschule jeden Tag rund um die Uhr. Obwohl das Projekt zu Beginn viel Häme erntete, wurde es ein Riesenerfolg: Jedes Jahr versuchen rund 70.000 Bewerber einen der begehrten 900 Studienplätze zu ergattern.

5. Berlin

Berlin

Im vergangenen Jahr wurde Berlin oft als „Europas Valley“ bezeichnet. In der Tat beobachten immer mehr Gründer und Kapitalgeber ganz genau, was in der deutschen Hauptstadt passiert. Bis 2020 werden mehr als 100.000 neue Jobs in Berlin prognostiziert, allein durch Startups. Dominiert wird das Feld von der IT-Branche, mit einem Anteil von 85%. Nirgendwo in Europa wurde letztes Jahr so viel investiert wie in Berlin: Von 2,1 Milliarden Euro frischem Kapital aus 205 Finanzierungsrunden, profitierten 183 Berliner Unternehmen. Die Unternehmen sind in Berlin gut vernetzt, es herrscht eine partnerschaftliche Stimmung und viel Innovationslust, die durch bekannte Business Angel angeheizt wird.

Außerdem ist die Stadt sehr international und zieht Talente und Freigeister aus der ganzen Welt an. Dabei profitiert man, trotz steigender Kosten, noch immer von niedrigen Lebenshaltungskosten. Auch Fachhochschulen und Universitäten haben das Potential mittlerweile erkannt, und bieten Förderungsprogramme für Studenten direkt an den Hochschulen an.